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Münchner Osterüberraschung

Taubengrau ist meine Lieblingsfarbe. Aber das ist auch das Einzige was an diesem Gefiedertier sympathisch ist. Landkinder wurden ihr Leben lang darauf vorbereitet Misthaufen auszuweichen, Rasen zu mähen und Goldfische zu füttern. Tauben zählen zu den Zuchttieren. Ausgewählte Arten werden im Verschlag gehalten, gepflegt und gefüttert. Abgeschottet von der Außenwelt hausen die kleinen Flugmonster unter sich. Kaum lebt man in München, dreht sich das Bild. Keine Spur vom Zeichen des Friedens. Obwohl diese Vögel mit einem moppeligen Rumpf und einem Minikopf aufwarten, beeindrucken sie mit Geschick und Hartnäckigkeit. So klein kann dieses Federhaupt gar nicht sein. Mit allen Mitteln und Tricks versuchen sie den heimischen Balkon zu besetzen. Wie Zecken beanspruchen sie das Wirtshaus. Entgegen den schlechten Netzbauqualitäten schaffen die Stadttauben allerlei Unrat herbei. Unbeeindruckt von stechenden Schreien und Rabenattrappen, beanspruchen die Grauvögel ihr Revier. Trotz feinmaschigem Netz klettert die Taubenmama unter dem Gitter hindurch, baut für den Nachwuchs ein gemütliches Nest im Blumentopf und zeigt sich kampfwillig. Schöne Osterbescherung. Doch kampflos wird das Balkon-Feld auch auf Landkinderseite nicht geräumt.

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