Monat: Mai 2014

Die fünf olympischen Ringe – München

Die fünf Ringe schweben immer noch über dem Olympiapark in München. Als den Sommerspielen 1972 Leben eingehaucht wurde, erblühte eine ganze Stadt. Die sportliche Lebensfreude veränderte nicht nur das 850.000 Quadratmeter große Areal im Oberwiesenfeld. Bis heute ist das Sportfest in den Herzen und der Identität der Landeshauptstadt mit den lauten, vor allem aber auch den leisen Tönen, fest verankert. Besonders die Jubelschreie und Siegesgesänge sind noch heute in den Sportstätten des Olympiageländes zu vernehmen. Als Austragungsort für Weltmeisterschaften und über hundert Deutsche Meisterschaften, haben die Bauten den Charme der 70er nicht verloren. Zeitlos spiegelt die Glaskonstruktion den Ehrgeiz einer Generationen überdauernden Vision von Moderne wieder. Wenn das Licht sich im transparenten Netzgeflecht spiegelt, scheint ein Stück Stadtgeschichte mit. Gerade für Münchens Besucher ist der Park immer noch Anziehungspunkt. Besonders an den zahlreichen Veranstaltungen, wie dem musikalischen Theatron-Festival oder dem Tollwood im Hochsommer, sorgt die außergewöhnliche Olympiakulisse für Gänsehaut.

Es ist angegrillt

  Es ist angegrillt. Als die erste Kohle in der Grillpfanne zu glühen beginnt, streift der heimische Balkon seine Jungfräulichkeit ab. Wie ein alter Hase heißt er den Sommer willkommen. Der Geruch von frisch aufgelegtem Bratgut untermalt die Münchner Szenerie. Zwischen Pilzen und Maiskolben, entfaltet die feurig gewürzte Zucchini langsam ihr Aroma. Die Flüssigkeit schwindet sorgsam durch die gleichmäßige Hitze, gerade so viel, dass die Bissfestigkeit noch erhalten bleibt. Die Aromen werden eins mit der Pflanzenmasse, die Schale beginnt sich auf dem Rost zu krümmen. Den Tisch schon gedeckt, wächst die hungrige Vorfreude. Schnell noch frischen Basilikum und Oregano aus den angepflanzten Töpfen gezupft. Wie ein italienischer Sommerhauch legt sich der Kräuterduft über das Schwebeplateau. Rilassamento mitten in der Alpenmetropole.

Münchner Schweindehund ade

Heute war Yoga. Eineinhalb Stunden strecken, dehnen, kräftigen und das alles im Fluss. Gestern stand in der Alpenmetropole dagegen das Kontrastprogramm auf dem Plan. Nach einer gründlichen Anamnese wurde der Rücken abgetastet, Hüfte und Schultern analysiert, Fußstand beleuchtet. Der Sportwissenschaftler von ars movendi erstellt einen intensiven Trainingsplan. Nach einer kurzen Aufwärmphase geht es ans Eingemachte. Gezielt werden die gewünschten Muskelgruppen beansprucht. Eigengewicht ist das Zaubermittel. Wer sich selbst tragen kann, schafft vielleicht auch die Mühen des Arbeitsalltags. Mit Stabilität zum Ziel. Oftmals ist das ein Balanceakt. Schritt für Schritt zur Wunschfitness. Indem der Körper angeregt wird, steigt das Wohlbefinden. Das ganze Leben schon sportlich betätigt – früher im Verein, später allein durch den Wald, heute in den Studiowänden. Wie ausgeglichen man sein kann, ist doch immer wieder überraschend. Schweinehund ade.