Monat: Juni 2014

Münchner Kaffeemomente

Über 400 Kilometer ist die Hauptstadt der Kaffeehäuser entfernt. Doch spürt man in München den Wiener Kaffeeflair. Wo auch immer man sich in der Alpenstadt befindet, ein nettes Stübchen zum Kaffee trinken ist nicht fern. Ganz unterschiedlich blitzen sie zwischen den hiesigen Geschäften und Lokalitäten hervor. Für einen kurzen Schluck Espresso oder einen langen Plausch bei einem Cappuccino ist immer Zeit. Das sind die Münchner Momente, welche die Zeit einen kurzen Augenblick still stehen lassen. Nur der Bohnenduft in der Nase und den herben Geschmack auf der Zunge – das ist Leben. Gerade im Univiertel in der Maxvorstadt ist die Auswahl groß. Im Cafe Nido an der Theresienstraße lässt es sich ausgiebig mit einer Etage frühstücken. Puristisch eingerichtet, fühlen sich auch männliche Begleiter wohl. Dagegen besticht das Café Lotti in der Schleißheimerstraße mit weiblich verspieltem Interieur. Wie in einem Mädchentraum werden die Heißgetränke serviert. Vom Mobiliar bis zur Gardine ist alles bodenständig in weiß und rosa gehalten. Mit selbstgebackenen Kuchen und Marmeladen von Tante Berta fühlt man sich schon fast wie Zuhause. Luftiger wird es …

Balkongärtnerei – die erste Ernte

Mein grüner Daumen ist so ausgeprägt wie eine kümmerliche Pflanze. Umso stolzer war ich, als die erste Tomate langsam rötliche Farbe annahm. Auf dem Schwabinger Balkon wurde der Keim einer reichen Ernte vor Monaten gesät. Kübel wurden herangeschafft, Erde angekarrt und in den Pflanzentöpfen verteilt. Samen für Samen sorgsam in die Erde gesteckt, gegossen und gewartet. Geduld war der Schlüssel zum Spross. Den Tauben und dem Regen strotzend wuchsen die kleinen Pflanzlinge – Basilikum, Oregano, Minze und Tomaten. Schließlich gehören diese Zutaten zu jedem guten Gericht in der Kiermeier´schen Küche. Wie meine Oma zu sagen pflegte, lieben die Tomaten Sonne, aber Halbschatten ist noch besser. Genügend Wasser schadet nie für eine volle Frucht. Und siehe da: die erste Ernte kann eingefahren werden. Balkongärtnerei juche.

Canyoning am Plansee

    30 Grad und Neoprenanzug. Da denkt man doch gleich an Surfer im Atlantik. Der Atlantik für Münchner sind die Berge. Flussläufe, Bergseen und Gebirgsquellen sind das Wasser der Alpinisten. Bei 30 Grad und Wochenende geht es mit befreundeten Bergsportlern zum Canyoning. Vom Helm, über Seile, Gurte, Karabiner bis hin zum Neoprenanzug gehört viel Ausrüstung ins Gepäck. Sicherheit ist immer oberste Maxime beim Schluchteln. Sobald alles im Auto verstaut ist, startet der Bergtrip. Die Straße führt von Oberbayern durch die Wäldereien des Ammergebirges Richtung Österreich. Die Kurven und Serpentinen der Strecke locken auch die hiesigen Motorradfahrer. Die Landesgrenzen sind fließend. Auf der Tiroler Seite wartet der in saftigem türkis gefärbte Plansee. Schon König Ludwig II. genoss das Bergidyll und wollte einst am Seeufer einen chinesischen Sommerpalast bauen. Der Einstieg zum Canyoning erfolgt in den Flussläufen oberhalb der Gemeinde Breitenwang. Trotz sommerlicher Außentemperatur ist das Gebirgswasser eisig erfrischend. Da spürt man die Wucht des Berges. Mit einem großen Sprung geht es ins erste Flussbecken. Nun ist man doch dankbar für den Neopren. Euphorisch von der …