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Kostbare Zeit: Schlendern und Erkunden in der Maxvorstadt

Wie schön waren die Zeiten, als das Schlendern den Alltag bestimmte – gedankenverloren die Münchner Straßen entlang trödeln und sich, die Zeit vergessend, an den kleinen Aufmerksamkeiten erfreuen. Hatte man keinen Stress, nahm man sich die Zeit das Leben zu genießen. Mit einem heißen Kaffee einfach mal ganz spontan in der Sonne sitzen. Heute bestimmt der Uhrzeiger den Takt. Tick tack, Tick, tack…Routinen von morgens bis abends. Wie eine Dauerschleife zehrt das Münchner Berufsleben an der kreativen Gedankenlust. Jeden Morgen zur gleichen Zeit parat stehen, macht das Aufstehen auch nicht leichter. Umso öfter der gleiche Tag beginnt, desto schwerer werden die Lider, desto grauer werden die Wolken am Horizont. Wie unsichtbare Fesseln binden sich die Handgelenke an den Schreibtisch. Der Körper schmiegt sich ermattet an den Bürostuhl – Tag für Tag. Bildschirmstarre in den Augen verursacht Gedankenknoten.

Ließe ich meiner Zeit freien Lauf, dann würde ich drei neue Lokalitäten in der Maxvorstadt besuchen. Ich würde meine Tasche packen und einfach losmarschieren auf der Suche nach neuen Gesichtern, Düften und Geschichten:

Morso

Klein aber ganz schön fein, schaut das Kaffee Morso an der Nordendstraße aus. Wenn ich mit der Bahn am großen Schaufenster vorbei fahre, riskiere ich öfter mal einen Blick. Als wäre die Zeit stehen geblieben, liegen die alten Zeitschriften in der Auslage. Von der dunklen Holzvertäfelung bis zur Tischdeko ist das kleine Kaffee von Genc und Arabela liebevoll gestaltet. Die täglich wechselnden Mittagsmenüs leuchten von den Tafeln an der Außenwand. Der Moment zum Anhalten und Aussteigen wird noch kommen.

Lost Weekend

Verloren sind im Lost Weekend bestimmt keine Wochenenden. In der alten Universitätsbuchhandlung Rudloff hat sich das moderne Buch-Kaffee eingenistet. Helles, unbehandeltes Sperrholz und Sichtbeton dominieren die Einrichtung. Die alten Tage in der Schellingstraße sind vergangen, aber der Lesestoff ist geblieben. Ausgewählte Lektüre kombiniert mit schmackhaften Getränken – et voilà!

Cantina Cantona

Nur ein paar hundert Meter weiter vorne an der Kreuzung zur Türkenstraße wurde vor kurzem noch gezimmert und gemalert. Der ehemalige neon-rosa Schriftzug der Konditorei Hölzl ist passe. Jetzt prangert ganz puristisch in schwarz-weiß „Cantina Cantona“ auf der Hausfassade. „Mittags Cantina. Abends Cantona“, verspricht das moderne Speiselokal. Besonders spannend ist hier die lokale bayerische Zutatenauswahl auf der Menüfolge. Spannend!

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