über den horizont
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Zum Neuen Jahr gibts Schneegefühle in St. Anton

Es ist die kühle, frische Luft und der stahlblaue Himmel, der einen erfasst. Die Sonne steht am Himmel und strahlt genauso wie die schneeweiße Piste unter meinen Ski. Losgelöst vom Alltag, losgelöst von der restlichen Welt setze ich in St. Anton zum ersten Schwung an. Sanft und zugleich dynamisch greift die Kante den Schnee – bahnt sich ihren Weg. Über die ganze Länge zieht sie sich ihre Spur und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Wie ein Zeichenpinsel fahre ich Schwung für Schwung über den Hang – kreiere mein persönliches Fahrmuster. Mit jeder Linie rückt das vergangene Jahr ein Stück weiter weg. Hoch am Gipfel der Valluga steht die Welt für ein paar Sekunden still. Der Wind weht jeden einzelnen Gedanken mit – trägt ihn über die Gebirgskette hinunter ins Stanzertal.

So lässt sich das Neue Jahr beginnen. Eine Autostunde von Innsbruck entfernt, liegt wohl einer der bekanntesten Wintersportorte der Welt. Das beschauliche Dorf St. Anton am Fuße des Hausberges Gampen gilt nicht nur als Freeride-Mekka, sondern auch als die Wiege des alpinen Skifahrens. Mit der Eröffnung des ersten Hotels, der „Post“ von Gastwirt Carl Schuler, wurde 1895 der Grundstein für den alpinen Tourismus gelegt. Der Tiroler Ferienort am Arlberg wurde dann in den 30er Jahren unter anderem durch den Spielfilm „Der weiße Rausch“ von Arnold Fanck über die österreichischen Landesgrenzen bekannt.

Heute lockt St. Anton am Arlberg vor allem mit über 200 Kilometer naturbelassenen Pulverpisten. Das steht auch bei den weltweit besten Freeride-Fahrern auf dem Zettel. Da auch das britische Königshaus eine besondere Verbundenheit zu dieser Tiroler Skiregion hat, steht St. Anton bei englischen Bergfreunden ebenfalls hoch im Kurs. Direkt von der Insel finden sie hier ihren Wintertraum. Bei guten Bedienungen lässt sich das komplette Skigebiet Arlberg auch nur über Skirouten befahren. Frei von Pistenzwängen sind die Powder-Abfahrten einfach unvergesslich. Was für ein Glück, abseits der Touristen-Massen einfach mal ganz bei sich zu sein und das Neue Jahr völlig befreit zu beginnen.

Zur Info: Von München geht es mit der Bahn mehrmals täglich in etwa 2 Stunden auf direktem Weg Richtung Innsbruck. Nach einem kurzem Umstieg gelangt man mit der österreichischen Bahn übers Ötztal, Pitztal und Landeck einfach und schnell ins Skigebiet.

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  1. Pingback: Als ich vom Jahrhundert-Winter träumte | nicihood

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