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Das Glück der Münchner liegt an der Isar

Mich wundert es, dass es noch keine Ode auf die Isar gibt. Verdient hätte es der Fluss allemal. Vor allem heute: am heißtesten Tag des Jahres. Was würden die Münchner nur ohne ihre kühle Liebe machen. Im Tiroler Karwendel entspringt sie und trägt das frische Bergwasser mitten nach München, mitten zu den überhitzen Großstädtern. Eiskalt und glasklar wirkt das Wasser wie eine Lebensader.

Die Münchner Wohnung fühlen sich bei 40 Grad wie kleine Saunen an. Seit Tagen sehnt man sich nach einem Windhauch, der die heiße Luft aus den Räumen weht. Selbst den Balkon muss man wegen Sommerüberhitzung meiden. Und wenn es der Wind nicht richtet, dann muss es eben die Isar. Gschwind aufs Radl geschwungen, gibt es zwei Stellen, die superschnell zu erreichen sind:

Geheimtipp an der Max-Joseph-Brücke

Mein Alltime-Favorit ist absolut die kleine Bucht in der Nähe vom E-Garten. Etwas abgeschlagen von den üblichen Münchner Hotspots, findet man hier ein ruhiges Plätzchen. Das Kiosk und die Taverna für Verpflegung ist auch gleich um die Ecke. Gerade spät abends, wenn die Sonne langsam untergeht, kann man hier noch lecker Pizza bestellen und am Isarufer genießen. Man muss nur einmal mit dem Rad quer durch den Englischen Garten, am Chinesischer Turm vorbei und über die Max-Joseph-Brücke. Parallel läuft der Eisbach, wo gerade momentan dutzende Wasserratten sich treiben lassen und von hier mit der Bahn wieder Richtung Stadt fahren. Ein schönes und nasses Schauspiel.

Isarufer am Tierpark

Bekannter und auch beliebter sind die Badestellen in Thalkirchen. Mit der U-Bahn geht’s einfach und schnell Richtung Haltestelle Tierpark. Auf dem Weg noch eine frische Johannisbeer-Schorle am Kiosk an der Mühlbach eingepackt und ab über die Brücke Richtung Tierpark Hellabrunn. Wer den Trubel an der Isar liebt und Musik in allen Variationen hören möchte, sollte links abbiegen und sich zwischen Abi-Gruppen und Feierabend-Kollegen niederlassen. Die Grills stehen dicht gedrängt und sorgen für allerlei Kulinarisches. Will man es lieber etwas ruhiger, dann lohnt es sich ein paar Minuten länger auf dem Schlichtweg zu wandern. Umso weiter man sich von dem Isar-Massentourismus entfernt, desto schöner werden die kleinen Stellen am Münchner Wasser und irgendwo gibt es dann auch für einen selbst ein schattiges Plätzchen. Mit Kerzen und Decke ausgerüstet, kann man hier bis spät in die Nacht Sterne zählen. Obwohl man mitten in München ist, sieht man gerade momentan die ein oder andere Sternschnuppe. Traumhaft.

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