Monat: Oktober 2015

nici taucht ab

Einfach mal abtauchen. Gefühlt bin ich immer erreichbar, immer in Kontakt. Auf den unterschiedlichsten Kanälen führt eine Verbindung zu mir. Gerade durch meinen Job bin ich ständig vernetzt – persönlich oder digital. Freunde und Familie, alle finden einen Weg. Und das ist schön. Ich bin gerne in Kontakt. Am liebsten persönlich und da das nicht immer geht, schätze ich die virutellen Möglichkeiten. Ob mal schnell `ne Kurznachricht oder ausführlich ins Herz, alle Nachrichten sind mir lieb. Aber gerade deshalb tauche ich hin und wieder gerne ab. Einfach so. Weg. Nicht erreichbar, nicht greifbar. Die Menschen um mich kennen das und verzweifeln. Manchmal. Aber sie wissen auch, dass ich wieder auftauche mit Kraft und noch mehr Wirbelideen. Der wohl beste Ort abzutauchen, ist der Geburtsort meiner Mutter: kein Netz, keine Handyempfang. Einfach digitale Stille. Früher empfand ich es als „normal“ offline zu sein. Wenn man dorthin fuhr, hat man immer jemand Bescheid gegeben – man weiß ja nie. Heute ist es eine Oase. Die Rückständigkeit hat etwas Wohltuendes. Alle sind entspannt, machen sich nichts über die …