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Briefe aus Afrika – August 1976

Kerschlach, 6.8.1976 Liebe Irma und lieber Lenz! Euch beiden sollen die zwei „Kerschlacher Urlauber“ besonders herzliche Grüße mitbringen. Dazu zum 10. August für Dich, Lenz, meine herzlichsten Namenstagswünsche: Gottes Segen und Schutz, Gesundheit und Zufriedenheit, damit die Familie noch manches Jahr Dich zu eigen hat! Die beiden bringen ein wenig mit zum (…) Festtag. Laßt es Euch zusammen schmecken! Alles vom eigenen Betrieb. Iris und Gerhard sind ein stilles und vernünftiges Paar. Mir haben sie einen guten Eindruck hinterlassen. Leider war die Sonne zu wenig, aber beide haben doch in der Umgebung so manches gesehen. Wir dreschen gerade die Gerste, mit mittelguter Ehrung. Weizen und Hafer sind noch nicht reif. Uns hat die große Trockenheit nicht zu viel geschadet. Das Futter hat immer gereicht. Der Vater im Himmel sorgt doch immer wieder für alle und alles! Iris und Gerhard könne Euch sicher eine Menge erzählen über die nicht gerade kleine Kiermeier- Verwandtschaft in der Holledau – um den 15. September herum gehe ich für etwa 2 Monate nach Rom zum Generalkapitel. Ich melde mich dann …

Briefe aus Afrika – Juli 1975

Kerschlach, 17.7.1975 All Ihr Lieben in Waibstadt! Lasst Euch alle wieder einmal recht herzlich grüssen! Die Gedanken und mein Gebetsgedenken wandern ohnehin täglich zu Euch allen. Hoffentlich geht es Euch gut und zeitgemäss ordentlich! Wie steht es bei Papa mit der Gesundheit? Hoffentlich haben sich die Kräfte wieder einigermassen eingestellt. Zu dem ist der Sechziger auch zu verkraften. Aber sicher helfen alle gut mit, so dass wieder alles geschafft werden kann. Was machen die Felder? Steht alles gut? Bei uns regnete es bis jetzt fast zu viel. Am 4. Juli ging ein schweres Unwetter über uns hinweg. Gegen nachmittags vier Uhr wurde es dunkel wie um Mitternacht und ringsum war alles voller schauervoller Wolken. Ein Blitzen und Krachen! Gott sei Dank, der Hagel dauerte nicht zu lange an. Ein Streifen wurde getroffen: Mais, Weizen und Wintergerste hat es geschadet. Wir sind aber froh, dass sich das Unwetter bei uns nicht voll entladen hat. In Tutzing fiel ein starker Hagel und noch mehr um Starnberg. – Viele Gewitter gibt es, und wir haben Mühe, unser Heu …

Briefe aus Afrika – Juli 1972

Kerschlach, 11.7.1972 Lieber Lenz und liebe Irma mitsamt den Kindern! Langsam rückt die Ferienzeit für die Schulkinder heran, und darum melde ich mich nochmals an mit dem Angebot, ein paar Kinder für zwei bis drei Wochen – falls es Euch so recht sein sollte – mir hier in Kerschlach* auf unserm Bauernhof zu überlassen. Ich werde schon aufpassen, dass ihnen nichts passiert. Tante Kathel hat mich in ihrem letzten Brief wieder daran erinnert. Es entstehen für Euch keinerlei Ausgaben, ausser der Fahrt. Und zudem denke ich, dass Manfred sicher die Kinder bringen wird mit dem Auto. Er kann ja hier übernachten. Nun meine besondere Frage: Kommen nur Buben oder auch Mädels und in welchem Alter, damit wir die Zimmer richten können. Als Zeit käme allerdings erst Mitte August in Frage, weil vorher zwei Familien mit Kindern hier sind – auch aus dem Badenerland. Bitte, schreibt mir also umgehend, damit ich mich einstellen kann. Ich meine, dass die Ferien doch sicher bis Ende August, anfangs September dauern. Den Kindern tut sicher ein Bayernaufenthalt gut und sie …