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Wiesn aus

Wiesn aus. Gläser leer. Sechzehn Tage Gaudi-Kraus gehen zu Ende. Putzeimer bereit, wird die Alpenmetropole in den nächsten Wochen wieder auf Hochglanz gebracht. Das Stadtleben kehrt zurück. Die Bahnsteige werden wieder lichter. Die Erinnerungen an das Wahnsinns-Fest ist durchwachsen. Zu viele Menschen, Stunden beim Anstehen vergeudet, Preise in keinem Verhältnis. Wie viele Feierfreunde wohl an den Toren des ältesten Wiesnzelts Schottenhammel scheitern? Mitten auf der Theresienwiese im Regen stehen gelassen. Bis nächstes Jahr.

Ein fesches Dirndl gehört zur Wiesn, wie süßer Senf zur Weißwurst

Ein fesches Dirndl gehört zur Wiesn, wie süßer Senf zur Weißwurst – nur dass man jenes auch nach 12 Uhr auftragen kann. Viel gehört, fiel die Wahl auf ein einfaches Waschdirndl in klassischen Farben Blau und Rot. Denn schließlich zeigt das ja auch meinen Status an. Als junges Fräulein darf man aus Tradition dieses besondere Kleidungsstück tragen. Das bayerische Trachtenkleid galt nämlich ursprünglich der jungen Dirn oder Magd. Laut Knoten-Richtung kann man sogar den Beziehungsstatus ablesen. Der jungfräuliche Knoten in der Mitte ist jedoch in den Feierzelten der Theresienwiese nicht zu empfehlen. Flunkern erlaubt.

180. Oktoberfest in Zahlen

Was Zahlen nicht ausdrücken, muss man erleben. Zum 180. Mal warten 95 Wiesn-Gastronomen mit über 12.000 Angestellten und 100.000 Sitzplätzen auf 6,9 Millionen Besucher aus aller Welt. In 14 große und 21 kleine Zelten werden fast 523.000 Brathendel und 110 Ochsen mit über 7 Millionen Maß heruntergespült. Mehrer tausend Kleidungsstücke, Ausweise, Geldbörsen und Regenschirme werden nach der Feierei wiedergefunden. Auch Campingstühle, Gebisse und Rollatoren gehen im Gewirr der Festbesucher unter. Und ich mitten drin.