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München ohne Biergarten ist wie Hamburg ohne Fischmarkt

Nicht nur zur Oktoberfest-Zeit ist die bayerische Landeshauptstadt für die große Auswahl an Biergärten bekannt. Einst sind die gemütlichen Trinkorte wegen den schlechten Kühlmöglichkeiten der Münchner Bierbrauer entstanden. In Kellern unter den Brauereigärten gelagert, blieb das Hopfengetränk stets frisch. Die Kastanien oberhalb sorgten zusätzlich für Schatten. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde das bayerische Kultgetränk schließlich nicht nur in Fässern verkauft, sondern direkt im Braugarten gezapft. 1812 legalisierte König Max I. Joseph schließlich die wild gegründeten Münchner Biergärten und schaffte die bis heute beliebtesten Orte zum einkehren. Um zu erkennen, ob es sich um einen „echten“ Biergarten handelt, einfach Obazda und Brezn einpacken. Denn laut Bayerischer Biergartenverordnung ist das Mitbringen von Brotzeit ausdrücklich erlaubt. Am Olympia-Berg beispielsweise gibt es nur einen Ort, der sich bei jedem Spaziergang oder Joggingrunde zum einkehren lohnt. Versteckt hinter Sträuchern und Bäumen liegt auf 564 Metern der höchste Münchner Biergarten. Einst wurde die Münchner Olympia Alm als Kiosk für die Bauarbeiter des olympischen Geländes 1972 eingerichtet. Auf dem Schuttberg aus dem Zweiten Weltkrieg, machten die Arbeiter am sonnigen Hang ihre Brotzeit. …

Vision Olympiadorf München

Kleine Bungalows – bunt und vielfältig stehen sie mitten im Olympiagelände. Zwischen Olympiadorf und Parkareal schließen sie die Lücke. Verbinden mit ihren farbenfrohen Fassaden Münchner Stadtleben und Touristenspot. Ganz individuell springt das junge Leben nur so aus den kleinen Häuschen. Wäscheleinen sind quer über die schmalen Gässchen gespannt. Gartenstühle und Grill zieren die Eingänge. In den fünf Jahren seit Eröffnung hat sich die Bungalow-Anlage im Olympiadorf zu einer Sehenswürdigkeit in der Landeshauptstadt entwickelt. Einst für Stundenten gebaut, verändert sich die Anlage dynamisch. Jeder neue Bewohner bringt ein Stück Individualität und Esprit in die einst grauen Betonklötze mit. Auf engstem Raum schaffen die Häuschen ein kleines Zuhause. Zwei Kochplatten und eine schöne Dachterrasse – fertig ist das Schmuckstück. Mitten im teuren München eine Sonnenterrasse zu bewohnen, kann nicht jeder Student behaupten. Wie die Bungalow-Anlage, so hat sich auch das olympische Dorf nach dem tragischen Attentat 1972 verändert. Einst verschmäht, zählt die Anlage heute zu einem städtebaulichen Ensemble von Weltrang. Einzigartig stecken in den ganz unterschiedlichen Wohnformen visionäre Ideen zum modernen Stadtleben. Seit 2001 steht das olympische …

Die fünf olympischen Ringe – München

Die fünf Ringe schweben immer noch über dem Olympiapark in München. Als den Sommerspielen 1972 Leben eingehaucht wurde, erblühte eine ganze Stadt. Die sportliche Lebensfreude veränderte nicht nur das 850.000 Quadratmeter große Areal im Oberwiesenfeld. Bis heute ist das Sportfest in den Herzen und der Identität der Landeshauptstadt mit den lauten, vor allem aber auch den leisen Tönen, fest verankert. Besonders die Jubelschreie und Siegesgesänge sind noch heute in den Sportstätten des Olympiageländes zu vernehmen. Als Austragungsort für Weltmeisterschaften und über hundert Deutsche Meisterschaften, haben die Bauten den Charme der 70er nicht verloren. Zeitlos spiegelt die Glaskonstruktion den Ehrgeiz einer Generationen überdauernden Vision von Moderne wieder. Wenn das Licht sich im transparenten Netzgeflecht spiegelt, scheint ein Stück Stadtgeschichte mit. Gerade für Münchens Besucher ist der Park immer noch Anziehungspunkt. Besonders an den zahlreichen Veranstaltungen, wie dem musikalischen Theatron-Festival oder dem Tollwood im Hochsommer, sorgt die außergewöhnliche Olympiakulisse für Gänsehaut.