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München ARTgerecht – Tollwood Winterfestival

Festivals und Umweltschutz passen nicht zusammen. Seit fünfundzwanzig Jahren beweist die Münchner Großveranstaltung Tollwood zwei Mal jährlich das Gegenteil. Unter dem Motto „ARTgerecht“ überzeugt das Tollwood Winterfestival 2013 mit bio-zertifizierter Festivalgastronomie. In Kooperation mit dem Deutschen Tierschutzbund kämpfen die Veranstalter gegen die industrielle Massentierhaltung. Schlemmen ohne schlechtes Gewissen. Gerade zur Weihnachtszeit ist das Fest auf der Theresienwiese eine willkommene Abwechslung zu den klassischen Weihnachtsmärkten. Abseits der bekannten winterlichen Deko, überrascht das Kulturfestival mit außergewöhnlichen Illuminationen. Ein fahrbarer Tannenbaum sorgt da im Kunterbunt des Festes nicht nur bei den Kleinen für leuchtende Augen. Neben zahlreichen kostenlosen Musik- und Theaterveranstaltungen auf dem Festivalgelände bietet der „Weltsalon“ eine Plattform für Ökologie und Umweltbewusstsein. Spielerisch taucht man durch ungewöhnliche Raumkunst in die Thematik ein. Im Sommer geht es dann in die nächste Runde.

Wenn Tradition zum Trend wird – Auer Dult

Wenn Tradition zum Trend wird. Was im kosmopolitischen Berlin zum neuen „Shit“ wird, ist im gutbürgerlichen München seit jeher Stand der Dinge. Veränderungen gescheut, findet man jedoch als Neubürger die ein oder andere Überraschung. Einem guten Rat folgend, zog es mich zur Eröffnung der Auer Dult über die Isar an den Mariahilfplatz. Wie ein Streifzug durch die eigene Kindheit, führt es einen durch die vollbepackten Marktstände. Jährlich drei Mal lädt Münchens ältester Jahrmarkt in den Stadtbezirk 5. Das Klirren von neuem Porzellan mischt sich mit dem Geruch von altem Trödel. Schmackhaft lockt auf der Kirchweihdult nicht nur der geräucherte Stockfisch. Hausgemachte Bavesen, gebackene Milch-Weißbrotscheiben in Zimtzucker, werden für den süßen Gaumen ofenfrisch gereicht.

Wiesn aus

Wiesn aus. Gläser leer. Sechzehn Tage Gaudi-Kraus gehen zu Ende. Putzeimer bereit, wird die Alpenmetropole in den nächsten Wochen wieder auf Hochglanz gebracht. Das Stadtleben kehrt zurück. Die Bahnsteige werden wieder lichter. Die Erinnerungen an das Wahnsinns-Fest ist durchwachsen. Zu viele Menschen, Stunden beim Anstehen vergeudet, Preise in keinem Verhältnis. Wie viele Feierfreunde wohl an den Toren des ältesten Wiesnzelts Schottenhammel scheitern? Mitten auf der Theresienwiese im Regen stehen gelassen. Bis nächstes Jahr.